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Azoreninsel Corvo schaltet das Licht für junge Sturmtaucher aus

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Veröffentlicht auf Tairix
Gelbschnabel-Sturmtaucher (Illustration)
Gelbschnabel-Sturmtaucher (Illustration) · Foto: Hobbyfotowiki / Wikimedia Commons, CC0

Jedes Jahr wird auf der winzigen Azoreninsel Corvo in den letzten fünf Oktobernächten die Straßenbeleuchtung von 21 bis 4 Uhr abgeschaltet. So helfen die rund 400 Einwohner den Jungvögeln des Gelbschnabel-Sturmtauchers, die nachts zum ersten Mal aufs Meer fliegen.

Das Licht der Orte blendet die Jungvögel: Sie verlieren die Orientierung und stürzen zu Boden, nicht nur auf den Azoren, sondern auch auf Madeira und den Kanaren. Auf den Azoren brüten 65 bis 75 % aller Gelbschnabel-Sturmtaucher der Welt. Seit 2019 organisiert die portugiesische Vogelschutzgesellschaft SPEA diese Abschaltungen mit der Gemeinde Corvo, Freiwillige sammeln gestrandete Küken ein und bringen sie zurück ans Meer. Eine SPEA-Umfrage unter 207 Einwohnern ergab einhellige Zustimmung.

Vila do Corvo auf den Azoren (Archivbild)
Vila do Corvo auf den Azoren (Archivbild) · Foto: Angrense / Wikimedia Commons, Public domain

Nach Zahlen, die The Guardian nennt, wurden auf den Azoren seit 2015 mehr als 30.000 Küken gerettet, rund 6.000 davon auf Corvo. Sturmtaucher brüten auch an Spaniens Küsten und auf Mittelmeerinseln, daher passt das Beispiel der kleinen Insel auch zu uns: Manchmal reicht es, unnötiges Licht ein paar Nächte lang auszuschalten.

Originalquelle: Good News Network ↗

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