Flávio Bolsonaro erklärt sich in den USA zum gewählten Präsidenten
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Der unterlegene Kandidat Flávio Bolsonaro hat sich von Miami aus zum „wahren gewählten Präsidenten“ und danach zum „Anführer Brasiliens“ erklärt und ohne Beweise Wahlbetrug behauptet. Lula wurde mit 52 % gegen 48 % wiedergewählt. Bolsonaro reiste über Argentinien aus, nachdem ein Richter im Rahmen von Geldwäsche-Ermittlungen seine Pässe angefordert hatte.
Den ersten von zwei offenen Briefen auf X löschte Bolsonaro nach wenigen Minuten. Er sei nicht geflohen, sondern „ausgereist“, weil in Brasilien angeblich ein „Ausnahmeregime“ herrsche. Sein Vater, Ex-Präsident Jair Bolsonaro, steht unter Hausarrest, nachdem er wegen eines geplanten Putsches gegen Lula zu 27 Jahren verurteilt wurde.
In der Stichwahl lag Lula mehr als vier Millionen Stimmen vorn. Beweise für Betrug hat Flávio Bolsonaro nicht vorgelegt; Unterstützung erhält er von US-Präsident Donald Trump, der ihn ins Land ließ, und von Argentiniens Präsident Javier Milei.
Originalquelle: RTVE ↗