Brad Pitt ist nach 17 Jahren zurück in San Sebastián
Zuletzt war Brad Pitt 2009 beim Festival von San Sebastián – mit Quentin Tarantino und „Inglourious Basterds“. Siebzehn Jahre später kam er zur 74. Ausgabe mit David Ayers „Heart of the Beast“ (in Spanien: „En el corazón de la bestia“). Der Film lief in der offiziellen Auswahl außer Konkurrenz – einer von nur drei solchen Titeln in diesem Jahr.
Die Fotografin Olga Rum von ORAI Global Media und ich waren mit Presseakkreditierung beim Festival. An diesem Tag habe ich alles geschafft: die Pressekonferenz, den roten Teppich, die Vorführung – und sogar ein Selfie mit Brad. Der Reihe nach. Dies ist der zweite Artikel unserer Serie über das Filmfestival von San Sebastián.
Worum es in „Heart of the Beast“ geht
Ein Überlebensfilm: Nach einem Flugzeugabsturz sind der Special-Forces-Offizier James Belmont und sein Kampfhund Odin allein in der Wildnis Alaskas gestrandet. Es folgen Kälte, wilde Natur und die Bindung zwischen Mensch und Hund, die hier mehr zählt als jedes Wort.
Für Pitt und Ayer ist es die erste Zusammenarbeit seit dem Kriegsdrama „Herz aus Stahl“ (2014). Das Drehbuch stammt von Cameron Alexander, außerdem spielen J.K. Simmons und Anna Lambe mit. Pitt spielt nicht nur die Hauptrolle, sondern produziert auch; einer der ausführenden Produzenten ist Damien Chazelle.
- Regie: David Ayer (USA)
- Besetzung: Brad Pitt, J.K. Simmons, Anna Lambe
- Laufzeit: 101 Minuten
- Verleih in Spanien: Paramount Pictures Spain, im Kino seit 25. September 2026
Der rote Teppich: Brad Pitt und Ines de Ramon
Am Abend kam Brad nicht allein auf den roten Teppich, sondern mit seiner Freundin, der Schmuckmanagerin Ines de Ramon. Ich stand mit den anderen akkreditierten Journalisten am Teppich, nur ein paar Meter entfernt. Und das war kein Pflicht-Posing: Ines flüsterte ihm etwas ins Ohr, sie lachten, sie „schubste“ ihn im Spaß weg, und er ließ weder ihre Taille noch ihre Hand los.
Über Ines’ Kleid sprach danach die gesamte Modepresse: grüne Spitze auf nudefarbenem Grund, dünne Träger, offener Rücken und locker hochgestecktes Haar. Brad trug einen schwarzen Dreiteiler – im Blitzlicht zeigte sich ein dezentes Camouflage-Muster –, weißes Hemd, schwarze Krawatte, eine goldene getönte Brille und Stiefeletten mit Absatz. Davor stand er mit David Ayer und Produzentin Olivia Hamilton beim Fotocall und legte die Handflächen zusammen, um Fotografen und Fans zu danken.
Hinter den Absperrungen stand eine dichte Wand aus Menschen mit erhobenen Handys. Unter den Plakaten entdeckte ich eines mit dem Namen Mari Carmen – am selben 23. September war in Madrid die 87-jährige Mieterin zwangsgeräumt worden, eine Geschichte, über die ganz Spanien sprach.
Die Pressekonferenz: Meine Hand war oben, doch der Star war ein Hund
Am Nachmittag gaben Pitt, David Ayer und Olivia Hamilton eine Sonder-Pressekonferenz im Kursaal. Brad sah ganz anders aus als abends auf dem Teppich: Jeansjacke, weißes Hemd und dieselbe getönte Brille. Die Fragen kamen auf Spanisch, und er hörte sie über einen Simultandolmetsch-Ohrhörer – mal die Wange in die Hand gestützt, mal den Ohrhörer zurechtrückend.
Der Saal war voll. Auch ich hatte die Hand oben – Olga hat es sogar fotografiert –, aber leider kam ich mit meiner Frage nicht dran: Es waren einfach zu viele Hände. Das Gespräch dauerte fast eine halbe Stunde, und wie die Kollegen von La Nación bemerkten, ging es großenteils … um den Hund. Odin wird von einem Hund namens Uber gespielt, und Pitt scherzte, Uber sei in manchen Szenen besser als er – und das hätten alle gewusst.
Es gab auch ernste Themen. Wie spanische und amerikanische Medien später zitierten, sagte Pitt, in den dunkelsten Zeiten seines Lebens habe ihm geholfen, offen mit den Menschen zu sprechen, die ihm am nächsten stehen. Sein Rat war einfach: nicht an alles auf einmal denken, sondern nur bis zum nächsten kleinen Sieg. Über die Branche sagte er, das unabhängige Kino wirke auf ihn heute so stark wie in den 90ern.
Die Vorführung: Wir saßen im Saal
Nach dem Teppich kamen wir auch in die Vorführung von „Heart of the Beast“ – zwei Tage bevor der Film in die spanischen Kinos kam. Der Saal war voll. Das ist die Magie eines Festivals: einen neuen Film im selben Saal zu sehen wie die Menschen, die ihn gemacht haben. Außer Konkurrenz kämpfte er nicht um Preise, aber San Sebastián gab ihm eine echte Premiere vor dem Kinostart in Spanien.
Pitts Besuch war einer der größten Momente der 74. Ausgabe. Fans warteten vor seinem Hotel und entlang des Teppichs auf ihn – und er blieb stehen, um Autogramme zu geben.
Mein Selfie mit Brad Pitt und ein Autogramm
Und jetzt das Schönste. Als das Filmteam über den Teppich gegangen war, ging Brad nicht gleich hinein, sondern zu den Absperrungen, wo sich die Fans mit ihren Handys drängten, und gab Autogramme – den Marker in der Hand, ohne Eile. Ich stand direkt daneben – und habe ein Selfie mit Brad Pitt höchstpersönlich ergattert. Auf einem Festival, auf dem jeder Star von Security, Menschenmengen und Hunderten Kameras umgeben ist, ist das fast ein kleines Wunder.
Im selben Moment signierte Brad auch mein Plakat zu „En el corazón de la bestia“ – das mit dem Slogan „Su supervivencia depende de su amistad“ („Ihr Überleben hängt von ihrer Freundschaft ab“). Das signierte Plakat hat jetzt bei uns im SPACE in Torrevieja seinen Platz.
Wo man den Film an der Costa Blanca sehen kann
„En el corazón de la bestia“ läuft seit dem 25. September 2026 in spanischen Kinos. Wenn er noch gezeigt wird, finden Sie ihn in Kinos in und um Torrevieja; Vorstellungen in Originalsprache (VOSE) gibt es nicht überall, daher vorher das Programm prüfen.
Als Nächstes in dieser Serie
Dies ist der zweite Teil unserer Serie „Filmfestival San Sebastián 2026“. Der erste ist ein Überblick über das Festival mit allen offiziellen Preisträgern. Weitere Berichte von Tairix und Fotos von Olga Rum (ORAI Global Media) folgen in der Rubrik Gesellschaft & Kultur.
Fotogalerie 23 Fotos









Fotos: Olga Rum (ORAI Global Media)













